Endlich wieder ein Bildhauer

Der Kärntner Hans-Peter Profunser hat Anteil an den Vergeblichkeiten und Siegen der Stein-Herausforderer, an den Kämpfen und Krämpfen, die einzig und allein dieses Material beschert. Seine Akte, die er aus dem glimmerglitzernden, farbig durchzogenen Krastaler Marmor haut, erzählen vom kreativen Heroismus, von Hammer und Meißel, der gerade außerhalb jeder akademischen Ausbildung hervorbricht.

Profunser weiß nichts von hoher Kunstgeschichte, er hat nichts außer sein Werkzeug, seinen Körper und einen Spiegel als Modellersatz, und den Willen, mitten in der Einschicht, fernab vom Kunstbetrieb und ungeschwächt vom Wissen um die Bildhauerhelden von Renaissance bis zur Moderne sein Drama zu artikulieren:

Den Stein zum Atmen und Pulsieren und schließlich zum Fliegen zu bringen. Hier ringt ein Außenseiter unbewußt im Schatten der klassischen Kunsttitanen ausschließlich mit sich selbst. Er hat "Pranke" und Instinkt genug, nicht bei Studien und der Ausstellung von schönem Material stehen zu bleiben. Bewegung hat den Stein von innen her erfasst, hat Seele bekommen. Lust und Last der Welt werden spürbar.

Dr. Anton Gugg 2000

 
 

Ein Felsen in der Brandung der Trendsucher

Hans-Peter Profunsers Werk setzt unübersehbare, außergewöhnliche Zeichen, die heute bereits in die Geschichte der bildenden Kunst unseres Jahrhunderts eingraviert sind . Seine Skulpturen stehen als Monumente, Zeitgeist und Kritik überdauernder Bildhauerkunst, wie Felsen in der Brandung, abseits aller Effekthascher und Trendsucher. Jedes einzelne Stück unter seinen Arbeiten ist Resultat eines schöpferischen Wurfs von prägender, tiefgründender Botschaft.

Das beispiellose Vorwärtsdrängen, die ungebremste Willenskraft und der unerschütterliche Mut, den eigenen Weg im undurchsichtigen Dschungel und Wirrwarr der zeitgenössischen, internationalen Kunstszene zu gehen, werden letztlich die Garanten für Erfolg und Ruhm, höchste Wertschätzung und Anerkennung des Hans-Peter PROFUNSER und seiner unersetzlichen, einzigartigen Originale in naher wie in ferner Zukunft sein.

House Wettstein, Grabs im Werdenberg
im Mai 1999

 
H.W. Stolz-Lölinger
 
 

Zum Leben erweckter Stein

Es ist faszinierend, wie Profunser den Stein beseelt und ihn zum Leben erweckt. Hat man die Gelegenheit, eine seiner Skulpturen in natura zu bewundern, so versteht man den Ausspruch Auguste Rodins: "Ein gut gemachter Torso enthält alles Leben. Das Werk gewönne nichts durch Zufügung von Armen und Beinen."

Mag. Karin Zangerl 2001